Einsatztagebuch

zur Übersicht

Einsatz Bergung (Do 19.07.2018)
46062: Gew_TH_Binnen: 22m Fischkutter vollgelaufen

Einsatz von:OG Drochtersen e.V.
Einsatzart:Bergung
Einsatztyp:SEG-Einsatz
Einsatztag:19.07.2018 - 19.07.2018
Alarmierung:Alarmierung durch Leitstelle
am 19.07.2018 um 16:37 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 16:50 Uhr
Einsatzende:19.07.2018 um 21:30 Uhr
Einsatzort:Kroos Werft, Hafenstrasse, Wischhafen
Einsatzauftrag:Havaristen aufrichten und auf geeigneten Liegeplatz schleppen
Einsatzgrund:22 x 6m großer Angelkutter liegt auf Seite, Droht vollzulaufen.
Eingesetzte Kräfte
  • 1 Einsatzleiter DLRG
  • 2 Bootsführer
  • 3 Bootsgast
  • 2 Strömungsretter
  • 3 Wasserretter
1/0/10/11
Eingesetzte Einsatzmittel - Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) - 77-11-1 - STD-J7711
- Gerätewagen Wasserrettung (GW-WR) - 72-58-1 - STD-J7258
- Mannschaftstransportwagen (MTW) - 72-17-1 - STD-J7217
- Mehrzweckboot (MZB) - 72-78-2 - STD-J6142
- Rettungsboot (RTB) - 77-78-1 - STD-J7341

Kurzbericht:

Bereits am Vortag wurde der ehemalige Fischkutter "Langeland I" vor der Helling der ehemaligen Kroos Werft in Wischhafen auf Grund gesetzt. In der Nacht kippte das Schiff dann aufgrund des ablaufenden Wassers und der Auflage auf den Schienen der Slipbahn in Richtung des Fahrwassers. Bei Flut bekam das Schiff dann nicht genug Auftrieb und lief über das Deck und die Decksluken voll.
Im Laufe des Tages wurden dann die Feuerwehren aus Wischhafen, Krummendeich, Assel, sowie Freiburg alarmiert und pumpten ca. 20m³ Wasser aus dem Havaristen.
Als dann das Wasser erneut begann aufzulaufen, hatte die Einsatzleitung die Sorge, dass der Auftrieb wieder nicht ausreichen würde um das Schiff aufzurichten. Daher wurde entschieden, die DLRG aus Stade und Drochtersen, sowie die Feuerwehr Stade mit Tauchern, Hebekissen und Lecksegeln nachzualarmieren.
An der Einsatzstelle angekommen, befand sich der Havarist immer noch in starker Schräglage und war mit den Seilwinden von zwei Feuerwehrfahrzeugen gegen weiteres Kippen gesichert.
Als erste Option wurde das Anbringen von Hebekissen angedacht, allerdings war es aufgrund der Lage und des Wasserstandes nicht möglich Spanngurte unter dem Rumpf des Havaristen zu verlegen. Daher wurde entschieden sämtliche Luken an Deck und Aufbau zu versiegeln und mit zahlreichen Tauchpumpen das eindringende Wasser wieder heraus zu befördern.
Bei der Erkundung auf dem Havaristen konnten zudem keine signifikanten Lecks festgestellt werden, so dass auf den Einsatz von Lecksegeln verzichtet werden konnte.
Gegen 18:00 Uhr richtete sich das Schiff langsam wieder auf, daher wurde der nächste Schritt der Bergung geplant. Mit den vorhandenen Booten und der Seilwinde des Rüstwagens der Feuerwehr Assel wurde der Havarist gegen 20:00 Uhr wieder in tieferes Wasser gezogen und dann auf einen besseren Liegeplatz geschleppt.
Gegen 21:00 Uhr waren die Fahrzeuge der Kameraden aus Drochtersen wieder an der Unterkunft.

Bilder: