Einsatztagebuch

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Einsatz Bootsunfall (So 05.08.2018)
49956: Gew_TH_Y_See_groß: Gekentertes Kanu m. Person i.W.

Einsatz von:OG Drochtersen e.V.
Einsatzart:Bootsunfall
Einsatztyp:SEG-Einsatz
Einsatztag:05.08.2018 - 05.08.2018
Alarmierung:Alarmierung durch Leitstelle
am 05.08.2018 um 14:26 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 14:40 Uhr
Einsatzende:05.08.2018 um 20:00 Uhr
Einsatzort:Querab Schule Kollmar, Schleswig-Holstein
Einsatzauftrag:Unterstützung der Kräfte aus Schleswig-Holstein bei den Suchmaßnahmen
Einsatzgrund:Gekentertes Kanu vor Kollmar, Zeugen berichten von einer Person im Wasser, die um Hilfe ruft.
Eingesetzte Kräfte
  • 1 Einsatzleiter DLRG
  • 2 Bootsführer
  • 4 Bootsgast
  • 4 Wasserretter
1/0/10/11
Eingesetzte Einsatzmittel - Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) - Florian Stade 31-11-3 - STD-J3163
- Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) - 77-11-1 - STD-J7711
- Gerätewagen Wasserrettung (GW-WR) - 72-58-1 - STD-J7258
- Mannschaftstransportwagen (MTW) - 72-17-1 - STD-J7217
- Mehrzweckboot (MZB) - 72-78-2 - STD-J6142
- Rettungsboot (RTB) - 77-78-1 - STD-J7341

Kurzbericht:

Gegen 14:25 Uhr erhielt die Wachmannschaft der Rettungswache Krautsand, über die Kameraden der Rettungswache Kollmar Kenntnis über die Sichtung eines gekenterten Kanus vor dem Hafen Kollmar. Nach Aussage von Zeugen, befand sich zum Zeitpunkt der ersten Sichtung noch eine Person bei dem Boot und rief um Hilfe.
Von Krautsand aus machten sich die Boote "He Löpt" und "Mokt Wi" direkt auf den Weg nach Kollmar, um die Kameraden vor Ort bei der Suche zu unterstützen. Aus Stade rückte direkt der "Good Will" mit aus. Das havarierte Kanu wurde kurz nach der Alarmierung bereits am Ufer in Kollmar durch Feuerwehrkräfte gesichert.
Da zum Zeitpunkt des Unglücks ein starker Ebbstrom herrschte, konzentrierte sich die Suche auf den Bereich von Kollmar bis zum Radarturm an der Südspitze der Rhinplatte.
Während der ersten Suchfahrt kamen noch das Boot der Feuerwehr aus Glückstadt, zwei Schiffe der Wasserschutzpolizei und der Rettungshubschrauber "Christoph Hansa" zur Unterstützung hinzu.
Weiterhin begaben sich nach einem Großalarm der Leitstelle West und der Leitstelle Stade weitere Kräfte auf beiden Seiten der Elbe in Breitschaft. Auf niedersächsischer Seite  sammelten sich Kräfte auf Krautsand, während auf der schleswig-holsteinischen Seite die Kräfte in Bielenberg und Kollmar sammelten.
Die parallel angelaufenen Ermittlungen der Polizei ergaben, das es sich bei der Besatzung des Kanus um Vater und Sohn handeln sollte, die am gegen Mittag aus der Schwinge bei Stade ausgelaufen waren. Insofern wurde dann nach zwei vermissten Personen gesucht. Nach ca. zwei Stunden gab es keine Sichtung von im Wasser treibenden Personen, lediglich ein Stück Oberbekleidung, sowie ein Paddel wurden geborgen. Auch der zusätzlich eingesetzte Hubschrauber der Bundespolizei machte keine Sichtungen.
Ein Einsatz eines tragbaren Sonars ergab ebenfalls keine Anhaltspunkte zum Verbleib der Vermissten.
Um 18 Uhr wurde die Suche, an der zwischenzeitlich 12 Boote und zwei Hubschrauber beteiligt waren, dann durch die Wasserschutzpolizei ergebnislos beendet.
Die Bereitstellungen wurden aufgelöst und die alarmierten Kräfte rückten wieder ein.
Für die Kameraden aus Drochtersen war der Einsatz schlißlich gegen 20 Uhr beendet.
Bericht des Stader Tageblatts: https://www.tageblatt.de/lokales/blaulicht_artikel,-Grosseinsatz-auf-der-Elbe-bei-Krautsand-_arid,1383548.html
Bericht des SHZ: https://www.shz.de/lokales/glueckstaedter-fortuna/suchaktion-auf-der-elbe-kanufahrer-bei-kollmar-vermisst-id20627612.html